Akademie Toblacher Gespräche

Die Akademie der Toblacher Gespräche organisiert neben den jährlichen Toblacher Gesprächen auch Weiterbildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen und unterstützt energetische Sanierungsprojekte in den Gemeinden des Hochpustertals. Des Weiteren unterstützt der Verein Akademie Toblacher Gespräche verschiedene Projekte im Bereich der Energie-Effizienz wie auch der Mobilität, des Tourismus und der Landwirtschaft – Initiativen die dazu beitragen die Vision eines Solaren Zeitalters in der Region umzusetzen.

Die Toblacher Gespräche

An der Nahtstelle zwischen zwei Kulturen haben die Toblacher Gespräche von 1985 bis 1999 und von 2005-2007 unter Leitung von Hans Glauber entscheidende Umweltthemen aufgegriffen, debattiert und Lösungsansätze vorgeschlagen. Die jährlichen Gespräche wurden zu einer renommierten Denkwerkstatt für die ökologische Wende im alpinen Raum und darüber hinaus.

Nach dem Tod von Hans Glauber im Jahr 2008 hat Wolfgang Sachs die Aufgabe des Kurators übernommen, seit dem Jahr 2010 betreuen Wolfgang Sachs und Karl-Ludwig Schibel gemeinsam die Gespräche. Nach den Themen „Boden: Kampf um die letzte Ressource“, „Unternehmergeist und Transformation“,  „Vom Handeln zum Wissen“, „Sanfter Tourismus: Doch eine Illusion?“ und “Vom Sollen zum Wollen”, fragen die Toblacher Gespräche 2017 nach dem möglichen Beitrag der Digitalisierung in einer Sharing Economy für eine nachhaltige Zukunft.

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ÖKONOMIE 4.0
Sharing Economy. Was kann die Digitalisierung zur Nachhaltigkeit beitragen.


Konzeption: Wolfgang Sachs, Karl-Ludwig Schibel
Moderation: Karl-Ludwig Schibel

28.09. - 01.10.2017
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Teilen, tauschen, gemeinsam nutzen – in der Sharing Economy zeichnen sich Umrisse von Formen des Wirtschaftens und Lebens jenseits des Marktes ab. Sie knüpft historisch an die Allmende oder Commons an, die gemeinschaftliche Nutzung von Gütern in den mittelalterlichen Dorfgemeinschaften, die auch heute noch vereinzelt im Norden und häufiger im Süden zu finden ist. Die Commons haben heute dank der rapiden Entwicklung digitaler Technologien wieder das Potential, die Plattform für die Allokation von Gütern und Dienstleistungen in einer Sharing Economy zu werden und immer weitere Bereiche von Wirtschaft und Leben marktfern zu organisieren. Allerdings die Unternehmen aus dem Silicon Valley schlafen auch nicht: Airbnb und Uber treiben die Kommerzialisierung in ungeahnte Höhen. Gibt es eine „gute“ und eine „schlechte“ Sharing Economy, wo ist Linie?

Die Toblacher Gespräche 2017 wollen den neuem Formen einer Sharing Economy auf digitaler Grundlage nachgehen und insbesondere die gemeinwohlorientierten Beispiele erkunden, die mutig diese Potentiale alltagspraktisch umsetzen. Welche Chancen eröffnen das Zusammenspiel historisch überlieferter Formen und der Fortschritte von Wissenschaft und Technik für eine Welt der Commons, in der die Menschen vernetzt, selbstbestimmt, kooperativ arbeiten und leben? Welche Chancen bietet die Sharing Economy, Ressourcen zu sparen und demokratische Prozesse in Gang zu setzen und zu fördern? Die Toblacher Gespräche 2017 werden von den Protagonisten hören wollen, welche Perspektiven die konkrete Utopie der Commons hat, sie werden Experten fragen, unter welchen Bedingungen die Digitalisierung auch sozialen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird und von den Makers wissen wollen, wie ihre Start-ups, FabLabs, Co-working Spaces oder RepairCafés funktionieren und welche Ideen und Ziele hinter ihren Projekten stehen. Kurz, was trägt Sharing zu einer Kreislaufökonomie und überhaupt zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft bei?


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